Trinkwasserqualität
Wir überprüfen das Trinkwasser regelmässig auf die Erfüllung der mikrobiologischen und chemischen Anforderungen des Lebensmittelgesetzes.
Sauberes Wasser aus der Region
Trinkwasser ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel der Schweiz. Die Regio Energie Solothurn bezieht ihr Trinkwasser von der Wasserverbund Region Solothurn AG (WARESO) und liefert es über ihr Leitungsnetz an die Haushalte und Unternehmen in der Stadt Solothurn. Wir überprüfen regelmässig, ob das Wasser die mikrobiologischen und chemischen Anforderungen des Lebensmittelrechts erfüllt. Dazu untersuchen wir jedes Jahr mehr als 50 Proben aus den Wasserfassungen und an verschiedenen Stellen im Netz.
Woher unser Wasser kommt
Der grösste Teil des Trinkwassers stammt aus den Grundwasserpumpwerken Dörnischlag in Luterbach und Aarmatt in Zuchwil. Bevor es ins Netz gelangt, wird es mit UV-Licht desinfiziert. Mehr zur Wasserbeschaffung erfahren Sie auf der Website der WARESO.
Aktuelle Messwerte
Probeentnahme: Juli
((Tabelle))
Die Werte können saisonal oder betrieblich bedingt leicht schwanken. Weitere Messwerte finden Sie beim SVGW.
Chlorothalonil
Chlorothalonil ist ein Pflanzenschutzmittel gegen Pilzbefall, das ab den 1970er-Jahren in der Landwirtschaft eingesetzt wurde. Seine Abbauprodukte sind ins Grundwasser gelangt und dort noch heute nachweisbar. Seit 2019 gilt für diese Abbauprodukte (Chlorothalonil-Sulfonsäure) ein Höchstwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter.
Wir messen die beiden relevanten Abbauprodukte R417888 und R471811 in verkürzten Abständen im Reservoir Königshof. Um die Werte zu senken, mischen wir seit 2019 unter anderem Wasser aus verschiedenen Fassungen.
PFAS
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) sind schwer abbaubare Chemikalien. Sie wurden jahrzehntelang in Textilien, Beschichtungen, Feuerlöschschäumen oder Skiwachs eingesetzt. Die bekanntesten Vertreter, PFOS und PFOA, sind in Europa seit 2010 bzw. 2020 weitgehend verboten. Sie sind aber weiterhin in der Umwelt nachweisbar.
In der Schweiz gelten heute Höchstwerte von 0,3 µg/l für PFOS und 0,5 µg/l für PFOA. Der Bund plant, diese Werte nach dem Vorbild der EU durch einen Summenwert von 0,1 µg/l für 20 PFAS-Verbindungen zu ersetzen. Unser Grundwasser liegt bereits deutlich unter diesem künftigen Wert:
((Tabelle))
Wasserhärte und Mineralstoffe
Auf seinem Weg durch den Untergrund löst Wasser Mineralstoffe aus dem Gestein, vor allem Calcium und Magnesium. Die Summe dieser beiden Stoffe ergibt die Wasserhärte. Was im Haushalt als «Kalk» stört, ist also eigentlich ein Zeichen für mineralstoffreiches Wasser. Zum Trinken ist eine Entkalkung deshalb nicht nötig.
In der Schweiz wird die Härte in französischen Härtegraden (°fH) angegeben. 1 °fH entspricht 0,56 deutschen Härtegraden (°dH).
((Tabelle))
Calcium braucht der Körper für Knochen, Zähne und Muskeln. Magnesium ist am Aufbau von Knochen und vielen Enzymen beteiligt. Trinkwasser trägt zur Versorgung mit diesen Stoffen bei, ersetzt aber keine ausgewogene Ernährung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson.
Tipps für gutes Hahnenwasser
Hahnenwasser können Sie bedenkenlos trinken. Lassen Sie es kurz laufen, bis es spürbar kühl ist. Nach längerer Abwesenheit sollten Sie die Leitungen einige Minuten spülen; das Wasser können Sie zum Blumengiessen verwenden. Schrauben Sie die Siebeinsätze der Armaturen regelmässig ab und reinigen Sie sie mit verdünntem Essig.
Wasser schmeckt, riecht oder sieht anders aus?
In den meisten Fällen liegt die Ursache in der Hausinstallation. Mögliche Gründe sind stehendes Wasser, warme Leitungen im Sommer, nicht gewartete Enthärtungsanlagen und Filter, Umbauten oder Produkte ohne Trinkwasserzulassung. So gehen Sie vor:
Durchspülen
Drehen Sie mehrere Wasserhahnen einige Minuten voll auf und spülen Sie die Leitungen gründlich.
mit Nachbarn klären
Besteht das Problem weiter, fragen Sie in den Nachbarhäusern nach.
Kontakt aufnehmen
Betrifft es nur Ihr Haus, wenden Sie sich an die Verwaltung oder Ihren Sanitärinstallateur. Sind mehrere Häuser betroffen, rufen Sie uns an: 032 626 94 94.
Haben Sie Fragen?
Gerne sind wir für Sie da.
Niklaus Stuber
Leiter Anlagen-Service Gas, Wasser, Fernwärme
Begriffserklärung
Wasser löst auf seinem Weg durch den Untergrund Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium. Je mehr davon es enthält, desto härter ist es. In der Schweiz wird die Härte in französischen Härtegraden (°fH) angegeben. Das Solothurner Trinkwasser liegt mit 24–27 °fH im Bereich mittelhart bis ziemlich hart.
Der pH-Wert ist ein Mass für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung. Das Trinkwasser in Solothurn hat einen pH-Wert von 7.2 - 7.5.
pH < 7 als saure wässrige Lösung
pH = 7 als neutrale wässrige Lösung
pH > 7 als basische (alkalische) wässrige Lösung
Trinkwasser enthält wertvolle Mineralstoffe, deckt den täglichen Bedarf aber nicht allein. Dafür braucht es eine ausgewogene Ernährung. Die folgenden Angaben sind allgemeine Informationen. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.
Calcium braucht der Körper für den Aufbau von Knochen und Zähnen sowie für die Blutgerinnung und die Muskeltätigkeit. Calcium ist ein wichtiger Mineralstoff, den wir täglich mit der Nahrung aufnehmen müssen. Der Bedarf kann nur teilweise durch Wasser gedeckt werden. Reich an Kalzium sind Milchprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Mandeln.
Der Körper braucht Magnesium, um Knochen sowie viele Enzyme aufzubauen. Magnesium hat muskelentspannende Eigenschaften und schützt vor Herzinfarkt. Es ist vor allem in Fleisch und Milchprodukten enthalten.
Sulfat aktiviert die Gallen- und Darmtätigkeit. Zudem ist der Mineralstoff am Bau der Proteine und an Festigkeit von Haut und Haaren beteiligt. Hohe Sulfat-Konzentrationen wirken abführend.
Natrium spielt im Säure-Basen-Haushalt und in den Verdauungssäften eine wichtige Rolle. Die Natriumzufuhr erfolgt im Wesentlichen in Form von Kochsalz. Natrium kann vor allem in überdosierter Form zu erhöhtem Blutdruck und Entzündungsneigung führen. Eine zu geringe Natriumaufnahme kann zu Dehydrierung und Muskelschwäche führen.
Natrium spielt im Säure-Basen-Haushalt und in den Verdauungssäften eine wichtige Rolle. Die Natriumzufuhr erfolgt im Wesentlichen in Form von Kochsalz. Natrium kann vor allem in überdosierter Form zu erhöhtem Blutdruck und Entzündungsneigung führen. Eine zu geringe Natriumaufnahme kann zu Dehydrierung und Muskelschwäche führen.
Innert kürzester Zeit kann sich einwandfreies Wasser in Gebäudeinstallationen durch fehlende Wartung und Unterhalt, Kontakt mit korrodierten Stahlröhren, Erwärmung, Einsatz nicht zertifizierter Produkte oder infolge Stagnation durch Nichtgebrauch stark verändern. Bei Qualitätsproblemen kontrollieren Sie daher immer zuerst die Gebäudeinstallation und spülen das Leitungsnetz im Gebäude ausreichend.
Chlorothalonil ist ein inzwischen verbotenes Pflanzenschutzmittel, dessen Abbauprodukte im Grundwasser nachweisbar sind. Seit 2019 gilt ein Höchstwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter.